Sorten

1. Was ist Sortenschutz?

Der Sortenschutz schützt das geistige Eigentum an Pflanzenzüchtungen. Der Sortenschutz soll dem züchterischen Fortschritt in Landwirtschaft und Gartenbau dienen.

2. Schutzvoraussetzungen

Eine Pflanzensorte ist schutzfähig, wenn sie unterscheidbar, homogen, beständig und neu ist und zudem durch eine eintragbare Sortenbezeichnung bezeichnet ist.

3. Anmeldeverfahren

Schutz für eine neue Sorte kann beim  Bundessortenamt  auf der Grundlage des Sortenschutzgesetzes (SortG) beantragt werden. 

Die Prüfung der Unterscheidbarkeit, Homogenität und Beständigkeit erfolgt anhand der Ausprägung der Merkmale der Sorte. Soweit möglich werden für die Beurteilung und genaue Beschreibung der Sorte Merkmale herangezogen, die nur in geringem Maße von Umweltfaktoren beeinflusst werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um morphologische und phänologische Merkmale, die zwischen den Sorten einer Pflanzenart eine hinreichende Variation aufweisen.

Die Ausprägung der Merkmale wird durch Anbau im Freiland oder Gewächshaus oder durch ergänzende Untersuchungen im Labor erfasst. Die für die einzelnen Pflanzenarten wesentlichen Merkmale sind in nationalen und internationalen Richtlinien festgelegt.

Die Dauer des Sortenschutzes beträgt in der Regel 25 Jahre, bei Hopfen, Kartoffel, Rebe und Baumarten aber 30 Jahre.

4. Schutzwirkung

Der Sortenschutz hat die Wirkung, dass allein der Sortenschutzinhaber berechtigt ist, Vermehrungsmaterial (Pflanzen und Pflanzenteile einschließlich Samen) einer geschützten Sorte zu gewerblichen Zwecken zu benutzen. Die Verwendung einer geschützten Sorte für die Züchtung einer neuen Sorte bedarf hingegen nicht der Zustimmung des Sortenschutzinhabers, jedoch gelten für geschützte Inzuchtlinien zur Schaffung von Hybriden besondere Schutzwirkungen.

5. Sortenschutz außerhalb Deutschlands

Auch außerhalb Deutschlands kann Sortenschutz beantragt werden.